Mit der Enzyklyka „Magnifica humanitas“ äussert sich Papst Leo XIV. ausführlich zu den grundsätzlichen Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz. Darin fordert er nicht weniger, als die KI zu «entwaffnen».[1]

Unter dem Titel „Die Künstliche Intelligenz «entwaffnen»? – Perspektiven für die Entwicklung und Nutzung der KI“ beschäftigt sich ein interdisziplinäres Podium aus theologischer, ethischer, gesellschaftspolitischer, wirtschaftlicher und technischer Perspektive kritisch mit dieser Forderung und den weiteren Aussagen der Enzyklyka zur KI.

Die Veranstaltung am 17. August 2026, 17.30 bis 19 Uhr,  im Audimax der ETH-Zürich, ist eine Kooperation von Jesuiten in der Schweiz, Wikimedia CH und Swiss Data Alliance.

Auf dem Podium:

  • Mgr. Bischof Dr. Felix Gmür, Solothurn
  • Prof. Dr. Nadia Mazouz, ETH Zürich
  • Jenny Ebermann, Wikimedia Schweiz
  • Anton Aschwanden, Google
  • Prof. Dr. Abraham Bernstein, Universität Zürich
  • Dr. Alexandra Kaiser-Duliba, Institut für Sozialethik, Universität Luzern

Moderation: André Golliez, Swiss-Data-Alliance, und Prof. Dr. Christian M. Rutishauser SJ, Jesuiten in der Schweiz

Die Podiumsdiskussion findet in deutscher Sprache statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig und es wird keine Eintrittsgebühr erhoben.

Im Anschluss wird ein Apéro offeriert.

 

Kontaktadresse für Rückfragen: info@swissdataalliance.ch

Mehr dzu:  

  • Swiss Data Alliance
  • [1] «KI zu entwaffnen bedeutet, sie der Logik des bewaffneten Wettbewerbs zu entziehen, der heute nicht mehr nur militärischer, sondern auch wirtschaftlicher und kognitiver Natur ist. Bei diesem Wettrennen geht es um den leistungsfähigsten Algorithmus und die größte Datenbank, um einen geopolitischen oder kommerziellen Vorsprung gegenüber allen anderen zu festigen. Entwaffnen bedeutet, diese Gleichsetzung von technischer Macht und dem Recht zu herrschen aufzubrechen. Entwaffnen bedeutet nicht, auf die Technologie zu verzichten, sondern zu verhindern, dass sie den Menschen zu beherrscht. Es bedeutet, sie Monopolen zu entziehen, sie hinterfragbar und anfechtbar und damit lebensfreundlich zu machen, sie der Vielfalt menschlicher Kulturen und Lebensweisen zurückzugeben. Die Aufgabe ist heute nicht nur ethischer oder technischer Natur: Sie ist ökologisch im radikalsten Sinne, denn sie betrifft eine neue Dimension unseres gemeinsamen Zuhauses. KI ist bereits eine Umwelt, die uns umgibt, und eine Macht, mit der wir uns auseinandersetzen müssen. Daher reicht es nicht aus, sie zu regulieren: Sie muss entwaffnet und lebensfreundlich gemacht werden.»
  • Enzyklyka Magnifica Humanitas, Absatz 110

 

Illustration: Website Swiss Data Alliance